Anna-Lena Klapp

Anna-Lena ist Ernährungswissenschaftlerin und Doktorandin der Agrarwissenschaften. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Thema nachhaltige Ernährung. Ihr Herz schlägt für die vegane, als auch die feministische Bewegung. Sie arbeitet als Fachreferentin für Ernährung und Gesundheit bei ProVeg International und hat seit 2017 einen Lehrauftrag an der Hochschule Fulda für das Fach „Nachhaltige Ernährung”. Außerdem ist sie als Referentin für die Bildungsakademie des “Bundesverband Deutsche Tafel” tätig.

Wenn Anna-Lena nicht grad über Essen redet, dann schreibt sie darüber. 2016 ist ihr erstes Buch mit dem Titel „Vegane Süßigkeiten – Klassiker zum Selbermachen“ erschienen. 2019 folgte gemeinsam mit ProVeg der Pflanzenmilch-Report und im Herbst 2020 wurde ihr bisher umfangreichstes und persönlich wichtigstes Buch „Food Revolte – ein vegan-feministisches Manifest“ veröffentlicht.

Ernährung ist für mich politisch, denn unsere tägliche Nahrungsmittelauswahl hängt mit drängenden Problemen dieser Zeit zusammen: Die Ausbeutung von Menschen und Tieren, die Welthungerproblematik, die steigende Zahl sogenannter Zivilisationskrankheiten, Landgrabbing, Umweltzerstörung, Verlust von Biodiversität und der Klimawandel, um nur einige davon zu nennen.

Anna-Lena Klapp

Wie können wir unsere Ressourcen nutzen, um eine gerechtere Welt mit weniger Hunger, Tierleid und Umweltproblemen zu schaffen?

Diese Frage war noch nie so dringend wie heute. Wer sich mit ihr ernsthaft auseinandersetzen will, wird das Thema Veganismus nicht umgehen können. Doch obwohl Frauen einen Anteil von etwa 70 bis 80 % der veganen Bewegung ausmachen, sind es deutlich häufiger Männer, die als Leitfiguren inszeniert und als Experten befragt werden. Damit einher geht – bewusst oder unbewusst – die Aufrechterhaltung sexistischer und rassistischer Strukturen, die den Kampf für eine nachhaltige Gesellschaft zu einer Farce werden lassen. Was ist ein Veganismus wert, der mit patriarchalen Wertvorstellungen einhergeht und sie grün wäscht?

Anna-Lena Klapp erklärt in diesem Buch einerseits die Dringlichkeit, das Thema nachhaltige, pflanzenbasierte Ernährung auf die gesellschaftliche und politische Agenda zu setzen und andererseits, warum wir dabei feministische Forderungen und Kämpfe berücksichtigen müssen. Dazu gehört nicht nur der erhobene Zeigefinger nach außen, sondern auch eine schonungslose Selbstkritik eigener Ansichten und Verhaltensweisen. Ergänzend dazu lässt sie zahlreiche Frauen aus der veganen Bewegung zu Wort kommen und bereichert ihr Manifest damit um deren individuelle Expertise. Ernährung ist und war schon immer politisch.

Es ist an der Zeit für eine Food Revolte.