Bee the change!

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Bee the change!

Bee-the-change-Bild-2-veganverlag-GrünerSinn-Verlag“Sei die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt”… ist wohl eines der am meisten zitierten Zitate von Mahatma Gandhi. Ganz zurecht, in Anbetracht der Tatsache, dass es manchmal so viel einfacher ist, zu einer Veränderung beizutragen, als man denkt. (Außerdem ist das Bienchen-Wortspiel auf Englisch doch ganz nett..)

Das fortschreitende Bienensterben ist eines der größeren Umweltprobleme der wir in Zukunft ins Auge sehen müssen. Denn ohne Bienen gestaltet sich das Fortleben von Pflanzen doch eher schwierig. Ohne Pflanzen wiederum gestaltet sich unser Leben mehr als schwierig. Allein schon, da etwa 1/3 der Nahrung, die wir zu uns nehmen, ohne die Bestäubung der Insekten gar nicht existieren würde.

 

 

Dabei kann jeder etwas dazu beitragen Bienen zu retten.

Zum Beispiel durch das simple Anpflanzen von Pflanzen, die Bienen Nahrung bieten. Egal ob im Garten, auf dem Balkon, oder auch nur auf dem Fenstersims. Am Besten verwendet ihr eine bunte Mischung aus Blütlern, die abwechselnd das ganze Jahr über blühen können und so durchgängig Nahrung bieten.

Wir haben uns beispielsweise unter Anderem für Lavendel entschieden und können uns nun den ganzen Tag am regen Treiben der emsigen Bienchen erfreuen.. 🙂

Wunderbar lassen sich allerdings auch Katzenminze oder schlicht Löwenzahn oder Klee integrieren.

Bei uns könnt ihr vom BMEL eine Übersicht von bienenfreundlichen Pflanzen für euren Balkon downloaden:

Bienenlexikon-BMEL-veganverlag-GruenerSinn-Verlag Hier klicken, um das Lexikon kostenlos herunterzuladen!

Also, ran an die Blumentöpfe und Bienenretter werden!


Spannende Fakten über unsere Bienen

1.)  Bienen sind für fast 80% der Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen zuständig. Dadurch halten die fleissigen Insekten die Biodiversität aufrecht. Das alles macht die Biene hinter Rind und Schwein zum drittwichtigsten Nutztier. Die Vielfalt an Nahrungsmittel hierzulande wird durch die Bestäubungsarbeit der Bienen gesichert. Somit gilt: die Biene ist hauptverantwortlich für die ökologische Artenvielfalt und unsere bunt blühende Natur.

2.)  Die Tanzsprache ist eine wesentliche Kommunikationsform der Honigbienen. Durch das Tanzen werden mehrere Arten von Informationen über Futterquellen vermittelt:

  • Die Anwesenheit einer ergiebigen Nahrungsquelle wird angekündigt,
  • 2. der Geruch der Nahrungsquelle wird vermittelt und
  • 3. die Lokalität der Nahrungsquelle wird übermittelt. Wenn die Biene von der Futtersuche zurückkommt, teilt sie ihren Stockgenossinnen durch einen Tanz mit, wo sie Nahrung gefunden hat. Allerdings werden nur sehr ergiebige Nahrungsquellen durch Tänze angezeigt.

Die Arbeitsbiene schlüpft am 21. Tag aus der Puppenhülle.

bee-bloom-blossom-63641-veganverlag-Gruenersinn-Verlag3.)  Die ersten drei Wochen ihres Lebens verrichtet eine Biene Arbeiten im Stock. Zuerst putzt sie die leeren Wabenzellen (Putzbiene). Zwischen dem 4 und dem 12 Lebenstag, verrichtet die die Arbeiterin im Stock den Ammendienst (Ammenbiene) an Brut und Königin, dann wird sie zur Honigmacherin (12 bis 20.Tag) oder arbeitet am Bienenstock als Baubiene. Zwischen dem 18. und 21. Tag übernimmt die Biene vermehrt die Arbeiten als Wächterin am Flugloch (Wächterbiene).

In der letzten Phase ihres Lebens sind die Arbeiterinnen überwiegend als Flugbienen tätig.

Als Sammelbiene tragen sie alles ein, was das Volk zum Leben und zur Entwicklung braucht: Nektar, Honigtau, Pollen, Wasser und Baumharze. Als Spurbiene ist sie der Scout des Bienenvolkes, der nach neuen Nahrungsquellen sucht Die Spurbiene gehört zu den Flugbienen. Sie muss also mindesten 20 Tage alt sein um Scout werden zu können. Sie fliegt nicht mit den anderen Bienen sondern sucht ihre eigenen Wege. Hat eine Spurbiene etwas Geeignetes gefunden, so kehrt sie zur Schwarmtraube zurück und tanzt, so übermittelt sie die Information zur Fütterquelle

Bienengift

4.)  Bienengift, auch Apitoxin genannt, ist eine komplexe Mischung verschiedener Proteine, die eine lokale Entzündung hervorrufen und gerinnungshemmend wirken. Bienengift wird im Hinterleib von Arbeiterbienen aus einer Mischung von sauren und basischen Sekreten hergestellt und mit einem Stachel dem Gegner eingespritzt. Eine Honigbiene kann etwa 0,1 mg Gift verspritzen. Bienengift ist sauer (pH 4,5–5,5) und hat eine gelblich-opalisierende Farbe. Ein Bienenstich ruft eine lokale Entzündung hervor und wirkt gerinnungshemmend. Im Allgemeinen ist er schmerzhaft aber eher ungefährlich. 50 Bienenstiche können für einen Menschen bereits lebensgefährlich sein. Eine besondere Gefährdung besteht bei Menschen, die an einer Insektengiftallergie leiden, hier kann selbst ein einzelner Stich tödlich verlaufen.

Bienen gehören zu den Insekten und damit zu den Gliedertieren.

Der Körper der Biene besteht – wie bei allen Insekten – aus drei Teilen:

  • dem Kopf mit den Augen, zwei Fühlern, die als Nase dienen und den Mundwerkzeugen, die aus zwei starken Kiefern und einem Rüssel bestehen
  • der Brust mit zwei hauchdünnen Flügelpaaren und sechs Beinen,
  • dem Hinterleib, dem größten Körperabschnitt und Markenzeichen der Bienen. Er ist gelb-schwarz geringelt und beherbergt den Giftstachel.
Es gibt drei verschiedene Bienentypen:
  • Die Arbeiterinnen, sind sterile Weibchen. Sie können sich nicht fortpflanzen und messen zwölf bis 15 Millimeter.
  • Die Bienenkönigin wird 16 bis 20 Millimeter groß. Ihr Hinterleib ist viel größer als der einer Arbeiterin, weil sie für den Nachwuchs zuständig ist und täglich mehr als 1500 Eier legt.
  • Die männlichen Bienen nennt man Drohnen. Sie werden 14 bis 18 Millimeter groß. Drohnen besitzen keinen Stachel und sammeln auch keinen Honig. Ihre Hauptaufgabe ist es, sich mit der Königin zu paaren.

Tipps zum Bau eines Insektenhotels

Grundsätzlich sollten zum Bau eines Insektenhotels, wegen der längeren Haltbarkeit und wegen der glatteren Bohrgänge, entrindete Nisthölzer aus getrocknetem Hartholz verwendet werden. Hartholzbaumarten sind z. B. Buche, Eiche, Esche oder Kirsche, während zu den
Weichhölzern z. B. Weide, Pappel, Linde, Birke und fast alle Nadelhölzer (Kiefer, Fichte) gehören.
 

Mögliche Bestandteile von Nisthilfen:

  • mit Bambus gefüllte Konservendosen, angebohrte Hartholzblöcke (Bohrgänge 5-10 cm tief mit 3-10 mm Durchmesser), Strangfalzziegel, hohle Pflanzenstängel (Karden, Disteln, Königskerzen, Rosen, Brombeeren usw.), sandige Lehmkisten mit Nistlöchern, mit Bambusröhrchen gefüllte Gitterziegel, eingerollte Schilfmatten, Niststeine, Totholz oder mit Holzwolle gefüllte Tonblumentöpfe.
  • Hölzer seher von der Seite und nicht an der insect-hotel-1904508_640-veganverlag-GruenerSinn-VerlagStirnseite anbohren, um ein Reißen des Holzes zu verhindern (nicht zu viele Löcher – ca. 2 cm Abstand).
  • Für Lehmwände keinen reinen Lehm benutzen, da er beim Trocknen viel zu hart wird.

Eine optimale Lehm-Sand-Mischung muss mit dem Fingernagel zu entfernen sein.

  • Die Bohrgänge sollten mit Sandpapier nachgeglättet werden. Löcher mit Holzsplittern werden von den Bienen verschmäht, da die Flügel der Tiere schnell beschädigt werden können.
  • Bambusrohre sollten hinten verschlossen (entweder durch natürlichen Wuchs oder z. B. mit Watte) und keineswegs offen sein.
  • Die Löcher in den in vielen Nisthilfen zu findenden Gitterziegeln sindviel zu groß, um wirklich von Nutzen zu sein. Man kann die Steine jedoch nutzen, indem man zusätzlich Bambusrohre oder Schilf in die Löcher steckt.

Nisthilfen

  • Nisthilfen müssen selbstverständlich das ganze Jahr über am gleichen Standort verbleiben und dürfen keineswegs im Winter „geputzt“ werden.
  • Zu besseren Beobachtungszwecken sollte auf den Einsatz von luftundurchlässigen Reagenzgläsern verzichtet werden, da die Schimmelgefahr und die Gefahr des Absterbens der Brut sehr groß ist. In Ausnahmen (z. B. für pädagogische Schulungen) kann man zu Beobachtungszwecken offene Glasröhren benutzen, deren Enden z. B. mit Watte verschlossen werden können.
  • Die Nisthilfe sollte sonnig exponiert (südwestlich oder südöstlich) und möglichst vor Regenfällen geschützt sein.
(Quelle: © mauerbienen.com)

About Marie Guske

Zur Zeit studiere ich Angewandte Literatur und Kulturwissenschaften im Master. Hauptsächlich, weil ich Bücher liebe. Das ist auch einer der Gründe, warum ich hier bin. Ein anderer ist, dass die Idee hinter dem Verlag vollständig meiner Überzeugung entspricht und ich gerne Dinge unterstütze, die meiner Überzeugung entsprechen. Zwischen Uni und Verlag sorge ich gerne immer mal wieder dafür, auf anderen Teilen der Welt herum zu spazieren.

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