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Race Relations – Essays über Rassismus

19,90 

In ihrem Essayband Race Relations schildert Michaela Dudley: „Wir, die vom Rassismus unmittel­bar betroffen sind, befinden uns tagtäglich auf einem Parcours, der uns nicht nur physisch, son­dern auch psychisch zermürbt. Sprengen wir hier die Ketten, sollten wir da über die Klinge sprin­gen. Die Ziellinie wird stets in weite Ferne gerückt, immer mehr Hindernisse werden aufgestellt. Und wer nicht mehr atmen kann, bleibt ohnehin auf der Strecke“.

Autorin: Michaela Dudley
Paperback: 256 Seiten / 50 Illustrationen
Verlag: GrünerSinn-Verlag
Auflage: Erste
ISBN: 978-3-946625-61-2

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Beschreibung

Race Relations – Essays über Rassismus


Ein Muss für Anti-Rassist*innen !

 

BUCHBESCHREIBUNG

Brillant und brisant, sachkundig und scharfzüngig. Michaela Dudley entführt ihre Lesenden auf eine bewegende Exkursion, die ihnen nicht nur die verzweigten Facetten des Rassismus vor Augen führt, sondern sie auch in die Gefühlswelt der Opfer und der Täter*innen eintauchen lässt. Unterdessen packt sie das Übel White Supremacy unerbittlich an den Wurzeln. Die penibel dokumentierte Reise, die gleichsam durch Dixieland, Deutschland und darüber hinaus führt, setzt sich aus historischen Ereignissen und heutigen Erlebnissen zusammen. Diese Reise bereichert die Autorin (Jahrgang 1961), indem sie sowohl persönliche Erinnerungen als auch praxisorientierte Erkenntnisse liefert.

 

Im „Schatten der Freiheitsstatue geboren“, erlebte und überlebte Dudley die staatliche Segregation am eigenen Leibe. Afroamerikanische Apartheid, „Jim Crow“ und das für die durch die US-Südstaaten reisenden Schwarzen unerlässliche Green Book sind Teile ihres Erfahrungsschatzes. Dudley lernte auch das geteilte Deutschland relativ früh kennen. Grenzen, Mauern. So besitzt sie ein geschichtliches Fundament, das für viele, besonders jüngere Rassismuskritiker*innen noch unbetretenes Terrain ist. Dank ihrer Detailbesessenheit und ihres dichterischen Vermögens macht sie dieses Terrain aber allen zugänglich. Jegliches Kapitel ist eine eigenständige literarische Abhandlung, die wiederum als Mosaikstein einer Masterclass fungiert. Mit Themen wie Blackfacing und Colorism geht sie tief unter die Haut. Sie schleicht sich über die Schlachtfelder des Sezessionskrieges und durch die Kolonien des Kaiserreiches. Mit ihren „Wokeshop“-Themen Othering und Unconscious Bias veranschaulicht sie ungeahnte Dimensionen der Diskriminierung. Als Storytellerin fesselt sie mit dem spannenden, generationenübergreifenden Griff Schwarzer Hände nach der Emanzipation. 

 


Jesse Owens, Held der Olympischen Spiele 1936 in Berlin, ließ den Nationalsozialisten und der Welt wissen, wo es langging. Zu Hause in den USA wurde der Schwarze Sprintstar jedoch vom Schatten des Rassismus erbarmungslos eingeholt. Als US-Läufer 1968 auf dem Sieger­podest den Black-Power-Gruß zeigten, fielen sie schlagartig in Ungnade. Heutzutage wird auf den Sportplätzen gekniet, um gegen Diskriminierung zu protestieren. Doch hilft die um­strittene Geste auch im Alltag jenseits der Stadionmauern?

 

 

In ihrem Essayband Race Relations schildert Michaela Dudley: „Wir, die vom Rassismus unmittel­bar betroffen sind, befinden uns tagtäglich auf einem Parcours, der uns nicht nur physisch, son­dern auch psychisch zermürbt. Sprengen wir hier die Ketten, sollten wir da über die Klinge sprin­gen. Die Ziellinie wird stets in weite Ferne gerückt, immer mehr Hindernisse werden aufgestellt. Und wer nicht mehr atmen kann, bleibt ohnehin auf der Strecke“.

 

 


George Floyd. Breonna Taylor. Die Anschläge in Halle und Hanau. Solche Fälle lösen Entsetzen aus, neben Hashtags und Händeringen. Im Windschatten der eklatanten Hassverbrechen finden zudem allerhand Mikroaggressionen statt, die ebenfalls auf Hautfarbe und Herkunft zielen und den sozialen Frieden zerstören. Denn White Fragility und Unconscious Bias stehen der gesamten Gesellschaft im Wege. Diese Hürden, wie die Normen und Strukturen, die den Rassismus fördern, müssen gemeinsam bewältigt und beseitigt werden.

 

 

Michaela Dudley bringt diese Themen eloquent und einprägsam zur Sprache. „Die Entmenschli­chung fängt mit dem Wort an, die Emanzipierung aber auch“, gemahnt die Berliner Kolumnistin, Kabarettistin und Blacktivistin mit afroamerikanischen Wurzeln. Ihr Dichten und Trachten ist aber mit­nichten darauf bedacht, in eine Lamentation zu münden. Michaela Dudley redet, in der Tradition von Maya Angelou und May Ayim, stilsicher und selbstbewusst Tacheles. Somit liefert sie einen lyri­schen Leitpfaden, der zur Rassismusbekämpfung effektiv beizutragen vermag.

 

 

ZUR AUTORIN

Michaela Dudley (Jahrgang 1961), eine Berlinerin mit afroamerikanischen Wurzeln, ist Kolumnistin, Kabarettistin und Keynote-Rednerin. Ihre wortgewandte sozialkritische Kolumne „Frau ohne Menstruationshintergrund“ erscheint regelmäßig in der TAZ. Außerdem schreibt sie für den Tagesspiegel, das LGBTQ-Magazin Siegessäule sowie für Missy und Rosa Mag und ist so gleichsam im Milieu und im Mainstream unterwegs. Die Blacktivistin, Queerfeministin und gelernte Juristin (Juris Dr., USA) setzt sich facettenreich für die Würdigung der Vielfalt ein.

Als „Diva in Diversity“ reüssierend, referiert sie und leitet Workshops mit intersektionalen Ansätzen gegen Diskriminierung. Dabei arbeitet sie mit der Deutschen Bahn, dem Mitteldeutschen Rundfunk, der Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit und dem Goethe-Institut zusammen. 2021 war sie Talkgästin im James-Murua-Podcast über Schwarze und afrikanische Literatur, einem Projekt des Auswärtigen Amts und der Frankfurter Buchmesse. In Fernsehsendungen wie Kulturzeit (3Sat/ZDF) und Brisant (ARD) kommentiert sie brandaktuelle Themen. Ihr satirisches, mit Eigenkompositionen untermaltes Kabarettprogramm heißt „Eine eingefleischt vegane Domina zieht vom Leder“.

2021 erschien sie als Fashion Model in der Pride-Kampagne von GAP und Zalando, ihr Fotoshooting wurde durch ihren Auftritt als historische Erzählerin in einem dokumentarischen Video ergänzt. Bei der Berliner Uraufführung des faktenbasierten Gerichtsdramas JUST MERCY (USA; Regie DestinDaniel Cretton; mit Michael B. Jordan und Jamie Foxx) saß Dudley in der Expertenrunde zur Thematik Justizmord und Schwarzsein. Zudem übersetzt sie offiziell im Auftrag der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Presse und Sektion Generation).

 

 

 

LESEPROBE

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Zusätzliche Informationen

Gewicht0.300 kg
Größe21 × 14 × 1 cm
ISBN:

978-3-946625-61-2

Ausführung:

Paperback

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