Sieben Fragen an Alex Flohr

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Sieben Fragen an Alex Flohr, Autor von “Hier kocht Alex” beim GrünerSinn-Verlag

Eigentlich verlegt er schwere Steine. Denn Alex ist Straßenbaumeister. Doch in seiner Freizeit zeigt der starke Mann aus der Nähe von Berlin, dass er auch am Herd ein echter Meister ist.

Sein Wandel zum veganen Leben hatte gesundheitliche Gründe. „Mit Ende 20 wog ich 135 Kilo, ein wenig viel, wenn man nur 1,72 Meter groß ist“, sagt er. „Ich hatte Gelenkprobleme, Kreislaufbeschwerden. Die Ärzte wussten nicht weiter, also versuchte ich es mit reiner pflanzlicher Ernährung, verlor innerhalb von 18 Monaten über 50 Kilo. Das hat mich überzeugt. Vor allem musste ich meine Kochleidenschaft nicht aufgeben. Man kann Fleisch durch alles Mögliche ersetzen, Hauptsache Gewürze, Kräuter oder Marinade stimmen.“

Alex ließ sich sogar zum Ernährungsberater ausbilden, um zu erfahren, was der Körper an Nährstoffen wirklich braucht. „Wegen mir muss kein Tier gequält werden“, sagt er.

Inzwischen zählt Alex zu den gefragtesten veganen Hobby-Köchen Deutschlands und hat sein erfolgreiches Buch “Hier kocht Alex” bei uns im Veganverlag in der 2. Auflage veröffentlicht.



Für uns hat Alex sieben interessante Fragen beantwortet:

1. Wie bist du zum GrünerSinn-Verlag gekommen und was machst du dort genau?

Ich habe vom Veganverlag das erste Mal gehört, als ich mich mit dem Thema meines ersten Buches befasst habe. Dort erschien mir der Veganverlag immer wieder bei Facebook. Mein Buch “Hier kocht Alex” habe ich zunächst im Selbstverlag herausgebracht. Ein Exemplar schickte ich an Karo, um mit meinem Buch ihre Aufmerksamkeit zu wecken und zum anderen, um mir eine fachliche Meinung über mein Werk einzuholen. Karo war von meinem Buch begeistert, ich von ihr, sie von mir, wir von uns. 😉 Wir hatten ein längeres Telefonat, in dem mir fix klar wurde, sollte ich ein zweites Buch herausbringen, dann ganz klar nur mit dem Veganverlag. Das Drucken auch vegan sein kann, war mir bis dahin völlig neu. Ein Zurück gab es von daher nicht mehr. Das zweite Buch wurde in Angriff genommen, die erste Auflage meines ersten Buchs verkaufte sich wie warme Semmeln und somit war das der Start für unsere Zusammenarbeit!

2. Beschreibe dich mit 3 Wörtern.

Familienmensch, lebensbejaend, hungrig 

3. Welche Dinge liegen dir besonders am Herzen?

An erster Stelle steht meine Familie, der gehört der größte Teil meines Herzens. Darin eingeschlossen sind natürlich meine Eltern, Geschwister, mein süßer Boxerrüde Buddy und die Freunde, die mir genauso herzlich und offen gegenübertreten, wie ich ihnen.

  • Toleranz der Natur einschließlich sämtlicher Lebewesen
  • Ehrlichkeit
  • Offenheit
  • positives Denken
  • nach vorn und nicht nach hinten sehen
  • Gerechtigkeit

4. Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

Das Weckerklingeln um 5.15 Uhr versuche ich zu ignorieren – natürlich erfolglos. Meine Frau steht 10 Minuten früher auf als ich und lässt dann Buddy zu mir ins Bett. Intensives Kuscheln mit dem riesigen Boxerrüden in Löffelchenstellung, der beste Start in den Tag den es gibt!

Anschließend ärgern wir uns beide über das Zischen meiner Frau aus der Küche mit den Worten: “Stehhhhhhhhhhh auf!” Mist, eigentlich sind wir immer gerade wieder dabei einzuschlafen. 😉 Aufstehen, lächelnd in die Küche gehen und meine Frau liebevoll drücken und küssen, so dass der Ärger nicht so groß wird, da sie meistens 5x zischen muss, bis die alten Knochen ihres Mannes und Hundes sich nach unten bewegen. Ausgiebig recken, strecken, anziehen und den halbstündigen schönen Morgenspaziergang mit meinem Seelenhund antreten. Anschließend wird was zu Futtern für die Arbeit gemacht, sowie etwas gefrühstückt.

6.30 Uhr werden meine Mitarbeiter begrüßt. Wir besprechen grob den Tag und ab geht´s auf die Baustelle. In der Regel bin ich bis Mittags mit dort, dann erledige ich Kundentermine, schreibe Angebote und Rechnungen und erledige im Büro, was sonst noch so anfällt. Spätestens auf dem Spaziergang mit Buddy am Nachmittag, überlege ich mir was es zu Essen gibt. Dann wird geschaut was dafür im Haus ist und was fehlt. Meistens noch fix zum Biodealer um die Ecke und die restlich benötigten Zutaten einkaufen. Im besten Fall kommt eins der Kinder mit, die sind allerdings auch froh, wenn sie mal alleine bleiben können.

Dann geht´s endlich zur wichtigsten Sache des Tages: KOCHEN! Nebenbei wird schön mit meiner Frau geschnackt und dann essen alle gemeinsam. Schönste Zeit des Tages! Das Essen wird natürlich auch noch hübsch angerichtet und fotografiert, denn die Fotos für´s Buch oder für die nächste Ausgabe des Vegan Magazins, in der ich monatlich 4 Rezepte veröffentliche, machen sich ja nicht von alleine. Nach dem Futtern schreibe ich noch das Rezept auf.

Noch kurz auf die Couch flacken, irgendetwas nebenher laufen lassen und spätestens 21.30 Uhr den Schönheitsschlaf antreten. Dazwischen gibt es die Tage, die ich am meisten liebe. Dann fahre ich zu PETA nach Berlin und wir drehen OBERLECKERE Kochvideos.  Oder ich finde Zeit und fahre auf den Lebenshof “Lasst die Tiere Leben e. V .“, auf dem meine Familie und ich uns stark engagieren. Bei schönem Wetter wird noch eine Runde mit meinem 83er VW Passat Coupé gedreht, dabei komme ich so schön zur Ruhe.

5. Worüber kannst du herzlich Lachen?

Ich lache eigentlich ständig, vor allem mit meinen Kindern. Das ist die schönste Kommunikation für mich. Zu meiner Schande muss ich allerdings auch gestehen, dass ich ein klein wenig Schadenfroh bin, da gibts natürlich viel zu Lachen. Die größten Lacher in meiner Kindheit und Jugend brachten mir Filme von Bud Spencer und Terence Hill, Dieter Hallervorden und Louis de Funes. Heute lache ich unter anderem über die lustigen Songtexte von Hans Söllner. Die find ich grandios!

6. Wie ist die Idee zu deinem Kochbuch “Hier kocht Alex” entstanden?

Nach meiner Lebensumstellung und die damit verbundene vegane Ernährung, hatte ich noch mehr Spaß am Kochen gefunden. Während meiner Ausbildung zum Ernährungsberater bekam ich dann die Idee mit dem Buch. Ich wusste allerdings nicht wie und Verlage konnte ich mit der Idee, als vegan kochender Handwerksmeister, auch nicht begeistern.

Einzig mein Busenfreund, Patrik Baboumian, machte mir Mut und bat mir seine Hilfe an, wo ich sie brauchte. 2 Jahre und etliche Arschtritte später startete ich dann mein Projekt. Ich kochte, schrieb Rezepte auf und fotografierte wild drauf los. Ein weiterer Freund erstellte mir das Layout, Patrik unterstützte mich bei sämtlichen Kontakten zu Druckerein etc. und PETA rührte fleißig für mein Buch die Werbetrommel. Und zack – HIER KOCHT ALEX – vegan satt – stand nun Kistenweise in meinem Haus.

7. Du sprudelst voller Ideen, gibt es da etwas was du uns schon verraten kannst?

Wie es ein Sprudel so an sich hat, ist dieser schwer zu stoppen. Aber die ein oder andere Idee konnte ich aus dem Sprudelbecken befreien. Diese reifen derzeit mit viel Liebe und Konzentration vor sich hin. So genau kann und möchte ich noch gar nichts dazu sagen. An Ideen hapert es bei mir tatsächlich nicht und ich freue mich schon darauf, wenn es anfängt zu keimen, dann werde ich sie mit viel Liebe großziehen! Das wird gut! 😉


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Karo

Karo, Jahrgang 1983, ist der Kopf hinter dem GrünerSinn-Verlag.

Gegründet 2013, produziert der GrünerSinn-Verlag von Anfang an alle Druckerzeugnisse klimaneutral und frei von tierischen Produkten, sprich: komplett vegan. Neben dem Verlag findet man Karo, die seit 2012 vegan lebt, oft in der Natur und auf Reisen. Sie liebt es einfach, unbekannte Orte und andere Kulturen zu entdecken.
Karo

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