Der 21. März ist der “Tag des Waldes”

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Der 21. März ist der “Tag des Waldes”

Der 21. März ist traditionell der „Tag des Waldes“ den die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen im Gesicht, der erste Kaffee im Freien, die erste große Fahrradtour nach dem langen und grauen Winter. Viele zieht es wieder hinaus ins Freie, denn mit der Natur kehrt auch der eigene Tatendrang zurück. Pünktlich zum Frühlingsanfang und zum Tag des Waldes geben wir euch Tipps für das perfekte Naturvergnügen im Wald.

Aktiv im Wald

bicycle-241514_640-veganverlag-tag-des-waldesFahrradfahren Mountainbiken

Im Wald herrscht ein wunderbar angenehmes Klima. Damit ist er ein ideales Ausflugsziel für Rad- und Mountainbike-Touren gerade an warmen Tagen. Radfahren ist jedoch gemäß Forstgesetz nur auf geeigneten bzw. markierten Waldwegen erlaubt. Das Querfeldein- oder Crossfahren ist ohne gesonderte Genehmigung grundsätzlich verboten, da es zu Schäden an Boden und der Vegetation sowie zur Störung von Wildtieren führen kann. Für Downhill-Fahrer gibt es deshalb in manchen Wäldern mittlerweile eigene Trails , wie im Hohen Vogelsberg (Schotten) oder im Weisshauswald (bei Trier).

 

Hochseilgärten Kletterpfadeclimb-788659_640-veganverlag-tag-des-waldes

Wer in seiner Freizeit auf Adrenalin und Herausforderungen steht, der sollte einen der Hochseilgärten besuchen, die immer beliebter werden. Auf Seilen und Holzkonstruktionen kann man sich hier in schwindelerregender Höhe von Wipfel zu Wipfel hangeln und den Wald mal aus der Eichhörnchen-Perspektive betrachten. Helm, Ausrüstung sowie eine technische Einweisung gibt s vom Personal vor Ort.

 

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Trekken Walken Joggen

Ob mit oder ohne Stöcke Sport und Bewegung in den sauerstoffreichen Wäldern tuen gut und sind gesund für den Körper. Für einige empfindliche Forstflächen sowie Naturschutzgebiete besteht jedoch ein Betretungsverbot. So dürfen z.B. Forstkulturen (Schonungen) nicht durchquert werden. Gleiches gilt für gesperrte bzw. eingezäunte Flächen und Wege.

 

Kulinarische Highlights aus dem Wald

Kräuter-Pesto aus dem Waldwild-garlic-on-the-way-3127591_640-veganverlag-tag-des-waldes

Der Wald bietet nicht nur Nahrung für viele Tierarten. Bestimmte Pflanzen und Kräuter lassen sich auch in der eigenen Küche verwenden. So eignen sich bekannte Kräuterarten, wie Brennessel oder Melisse, für einen Tee; aus Bärlauch lässt sich dagegen ein Pesto mit Knoblauchnote zaubern. Doch Vorsicht: es besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Blättern, z.B. denen der Maiglöckchen. Wie beim Sammeln von Pilzen gilt: Erst den Experten fragen, dann essen. Außerdem darf das Sammeln nicht in einem solchen Maß stattfinden, welches den Bestand gefährdet. 

 

Camping Romantik pur

trees-2604594_640-veganverlag-tag-des-waldesNach einem tollen Tag im Wald einfach das Zelt aufschlagen und im Freien übernachten – was in Skandinavien nach dem sogenannten Jedermanns-Recht erlaubt, ist in Deutschland deutlich komplizierter. Denn ein Großteil der deutschen Wälder befindet sich in Privatbesitz. In einigen Bundesländern ist das Campen im Wald sogar explizit verboten und bedarf einer besonderen Erlaubnis der Forstbehörde. Wer beim Förster offen um Erlaubnis fragt, der bekommt häufig auch eine Ausnahmegenehmigung. Tabu ist das Zelten jedoch in Nationalparks, Naturschutzgebieten, geschützten Biotopen, Wildschutz- und Wasserschutzgebieten.


Interessante Fakten zu unseren Wäldern

1.)  Mit einer Gesamtwaldfläche von rund 11,1 Mio. Hektar (das entspricht knapp einem Drittel der Gesamtfläche Deutschlands) zählt Deutschland zu den waldreichsten Ländern der Europäischen Union.

2.)  Die größten Waldanteile (bezogen auf die Landesfläche) haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz 42,1 % und Hessen 41,7 %.

3.)  Von der Gesamtwaldfläche Deutschlands befinden sich rund 44 Prozent im Privatbesitz, knapp 30 Prozent der Waldfläche befinden sich im Besitz der einzelnen Bundesländer, die Städten und Gemeinden besitzen knapp 20 Prozent. Dem Bund gehören rund 3,5 Prozent der Waldfläche. 3,6 Prozent sind Treuhandwald, das ist Wald der ehemaligen DDR, der im Zuge der Bodenreform enteignet und in Volkseigentum überführt worden war und jetzt rückübertragen wird.

Die Deutschen Wälder

4.)  Im Deutschen Wald gibt es insgesamt rund 90 Baum- und Straucharten. Die vier häufigsten mati-3202270_640-veganverlag-tag-des-waldesBaumarten sind die Nadelbäume Fichte (26 %) und Kiefer (23 %) sowie die Laubbäume Buche (16 %) und Eiche (9 %).

5.)  Die Bäume in unseren Wäldern können über 50 Meter großwerden, die heimischen Laubbäume werden allerdings meist nicht höher als 40 Meter.

6.)  Insgesamt kommen in Deutschlands Wäldern 1.215 Pflanzenarten vor, darunter allein 90 verschiedene Baum- und Strauchartenarten sowie tausende unterschiedliche Tierarten, die meisten davon Insekten.

7.)  Der Schutz der Wälder spielt in Deutschland eine wichtige Rolle. So sind 47 Prozent der Wälder ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, 38 Prozent sind Naturparks. Intensivere Schutzbestimmungen und damit Nutzungseinschränkungen wirken sich in Wäldern aus, die zu Natura 2000-Gebieten (24 %), Naturschutzgebieten (6 %), Biosphärenreservaten (4 %) oder Nationalparks (1 %) gehören.

Holz in unseren Wäldern

8.)  Jedes Jahr wachsen in den Deutschen Wäldern rund 110 Mio. Kubikmeter Holz nach. Das entspricht etwa vierzigmal dem Volumen der Cheops-Pyramide. Davon geerntet werden rund 64 Mio. Kubikmeter. Damit wird in Deutschland nach wie vor weniger Holz geerntet als im Durchschnitt pro Jahr nachwächst ein Indiz für die nachhaltige Forst- und Waldbewirtschaftung hierzulande.

9.)  Der Wald speichert jedes Jahr rund 2,6 Mrd. Tonnen Kohlenstoff und ist damit ein richtiger Klimaschützer.

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10.) Mehr als 70 Prozent der deutschen Gesamtwaldfläche werden nach den strengen 

Kriterienunabhängiger Forstzertifikate, wie dem PEFC- und FSC-Siegel bewirtschaftet. Sie gelten als Nachweis einer nachhaltigen Forstbewirtschaftung, die die Grundlage für die positive Entwicklung der deutschen Wälder ist.

 

About Karo

Karo, Jahrgang 1983, ist der Kopf hinter dem GrünerSinn-Verlag. Gegründet 2013, produziert der GrünerSinn-Verlag von Anfang an alle Druckerzeugnisse klimaneutral und frei von tierischen Produkten, sprich: komplett vegan. Neben dem Verlag findet man Karo, die seit 2012 vegan lebt, oft in der Natur und auf Reisen. Sie liebt es einfach, unbekannte Orte und andere Kulturen zu entdecken.

Ein Gedanke zu „Der 21. März ist der “Tag des Waldes”

  1. Patrick Antworten

    Hallo Karo,

    eine weitere „Aktivität“, die ich wundervoll finde:

    Wenn ich im Wald langsam und mit allen Sinnen spaziere, ab und zu raste und innehalte, kann ich die heilsame Atmosphäre, die Stille, die durch unzählig kleine Töne von Vögeln, Insekten und knackendem Gehölz unterbrochen wird, in mich aufsaugen. Diese Verbindung mit der Natur gibt mir neue Kraft für den Alltag, hält mich geistig und körperlich gesund und fördert meine Kreativität.

    Alles Liebe
    Patrick

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