Tiere – Wer sie sind und was das für unser Zusammenleben bedeutet

Tiere Coverbild

Seit Juli haben wir dieses wunderbare Werk in unserem Sortiment. Lange haben wir auf dieses Buch gewartet und freuen uns umso mehr, dass wir es euch endlich vorstellen können. Freut euch auf eine aufschlussreiche und sehr interessante Buchvorstellung von Tiere – Wer sie sind und was das für unser Zusammenleben bedeutet.

Inhaltsverzeichnis

Darum geht´s
Vorwort
Teil 1: Eindrucksvolles Tierleben
Teil 2: Was hat das mit uns zu tun?
Fazit

Darum geht´s

Im Grunde kann man den Inhalt des Buches relativ einfach zusammenfassen, denn es geht um die Komplexität des tierischen Lebens auf unserem Planeten. Die Autoren Ingrid Newkirk und Gene Stone zeigen auf eine sehr interessante Art und Weise komplexe und sehr individuelle Aspekte verschiedener Tiere auf. Wir lernen, welche verschiedenen Fähigkeiten und individuellen Eigenheiten die Tierarten haben. Dabei gehen sie auf die Oberkategorien Navigation, Kommunikation, Liebe und Spielen ein. Wofür wir hoch entwickelte Technologien brauchen, machen Tiere ganz automatisch. Sie können Hunderte von Kilometern zurücklegen, ohne nach dem Weg zu fragen und können auch ohne Laute miteinander kommunizieren. Diese und viele weitere Aspekte des Tierreiches werden in dem Buch mit zahlreichen Beispielen aufgezeigt. Im zweiten Teil des Buches gehen die Autoren auf die Verbindung zur Menschenwelt ein. Was hat das mit uns zu tun? Dieser Bereich dreht sich um die Rolle der Tiere, aber auch tierischer Produkte in unserem Alltag. Dabei gehen sie auf die Bereiche der Forschung, Kleidung, Unterhaltung und Ernährung ein. Das Schöne dabei ist, dass es am Ende eines jeden Kapitels tierleidfreie Alternativen gibt, die uns den Alltag erleichtern.

Vorwort

Das Vorwort für die deutsche Ausgabe haben gleich drei berühmte Persönlichkeiten verfasst: Mayim Bialik – bekannt aus “The Big Bang Theory”, Sky du Mont – bekannt aus “Der Schuh des Manitu” und Harald Ullmann – Vorstand von PETA Deutschland eV.

Mayim Bialik betrachtet als Veganerin und Neurowissenschaftlerin das Buch aus einem ganz anderen Blickwinkel, als Sky du Mont, der sich seit langer Zeit für den Tierschutz aktiv einsetzt. Beide schätzen Tiere sehr, sodass sie dankbar für dieses Buch sind, das uns so überaus wertvolles Wissen über Tiere näherbringt. Peter Ullmann gründete 1993 den Verein PETA Deutschland e.V und setzt sich seit mehreren Jahrzehnten für den Tierschutz weltweit ein. Ihm war es besonders wichtig, dass dieses Buch auf Deutsch übersetzt wurde.

Je mehr die Menschen verstehen, was für bemerkenswerte Geschöpfe Tiere sind, umso mehr können sie sie achten und möchten sie sie schützen.

Peter Ullmann

Teil 1: Eindrucksvolles Tierleben

Teil 1 Tiere

Im ersten Teil geht es um die detaillierte Tierwelt und die Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wissen und individuellen Eigenschaften, die Tiere mitbringen. Es gibt insgesamt je 4 Kapitel zur Navigation, Kommunikation, Liebe und Spielen.

Navigation

Dieses Kapitel zeigt viele wundersame und faszinierende Beispiele, wie sich die verschiedensten Tiere über hunderte von Kilometern hinweg orientieren, ohne nach dem Weg zu fragen, sich zu verlaufen oder am Ende woanders anzukommen, als geplant. Wir dürfen lernen, wie sich Meereslebewesen orientieren, wie Vögel es schaffen in die richtige Richtung zu fliegen und wie sich die Landtiere auf den weiten Strecken fortbewegen.

Ob sie sich nun an den Gestirnen oder dem Erdmagnetfeld orientieren - Tiere stellen mit ihren faszinierenden Reisen selbst den erfahrensten menschlichen Entdecker in den Schatten.

Zwischendurch wird der Text immer wieder von netten Anekdoten und Geschichten aufgelockert. Wir lernen beispielsweise wie Vögel fliegen, welches Säugetier am meisten reist oder ob Fische ein Ich-Bewusstsein besitzen.

Kommunikation

Ein besonders spannendes und interessantes Thema ist die Kommunikation zwischen den Tieren. Sie haben keine ausgereifte und entwickelte Sprache, wie wir Menschen – oder doch? In diesem Teil lernen wir, wie überaus komplex die tierische Sprache sein kann und dass wir so vieles über unsere Mitbewohner nicht wissen.

Tiere sprechen überall: ob in unseren Gärten, auf den Straßen der Stadt oder in den weiten Landschaften der Serengeti. Ganz langsam beginnen wir zu begreifen, was sie sagen.

Dabei gehen die Autoren auf die unterschiedlichsten Lebewesen ein. Rudeltiere, wie Wölfe oder Hunde haben andere Kommunikationsfähigkeiten als Schweine oder Vögel. Besonders interessant ist, dass einige Tierarten sogar lesen und das Gelesene deuten bzw. dem Menschen kommunizieren können.

Liebe

Können Tiere lieben? Wir alle kennen herzergreifende YouTube Videos, in denen sich Hunde freuen ihre Herrchen wiederzusehen oder Primaten, die nach einer langen Betreuung wieder in die Wildnis gelassen werden und sich erst von ihren Rettern verabschieden. Tiere haben ein ebenso emotionales Bewusstsein, wie wir Menschen, wenn nicht sogar ein stärkeres. Ist die überaus wichtige und wählerische Wahl des Paarung-Partners getroffen, bleiben sie sich meistens ihr Leben lang treu. Niemand betrügt den anderen und sie sind sich gegenüber Loyal und übernehmen zu gleichen Teilen die Kindererziehung. Das sieht bei Menschen wieder anders aus. Auch die Mutterliebe kennt im Tierreich keine Grenzen und übertrifft die menschliche manchmal um Längen. Tiere empfinden Trauer und verfügen über Einfühlungsvermögen, genauso wie wir.

schlechtes Date Tiere

Spielen

Tiere spielen überall und immer zu. Sie spielen nicht nur aus sozialen Gründen, um neue Fähigkeiten zu erlernen und ihren Instinkt zu schärfen. Sie spielen auch aus Spaß. Gorillas spielen Fangen, Hirsche trainieren gemeinsam und Eichhörnchen Schummeln ganz bewusst! Tiere verhalten sich demnach ähnlich wie Menschen und zeigen dieselben spielerischen Eigenschaften auf, wie wir. Natürlich gibt es zahlreiche Überlebensspiele und soziale Spiele, um das Gehirn zu trainieren. Sie spielen aber auch einfach aus Spaß.

Ein Elefant führte seinen Elefantenführer regelrecht an der Nase herum. Wenn das Tier schwere Stämme an den Fluss rollen sollte, gab es manchmal vor, ihm ginge im letzten Moment die Kraft aus.[...] Er wartete nur darauf, dass sich der Elefantenführer beschwerte und schubste die Stämme dann mühelos mit seinem Rüssel in den Fluss. 

Der erste Teil zeigt uns also auf verspielte aber auch wissenschaftlich belegte Weise, wie individuell und “menschlich” die Tiere sind. Sie weisen dieselben Eigenschaften auf, wie wir und unterscheiden sich demnach überhaupt nicht von uns. Sie haben ein soziales Leben, ein Liebesleben, können kilometerweit wandern, ohne sich zu verlaufen und kauen sich auch gegenseitig die Ohren ab (manchmal auch wortwörtlich).

Teil 2: Was hat das mit uns zu tun?

Was das mit uns zu tun hat? Eine ganze Menge! Denn nach wie vor werden Tiere in Wissenschaft, Technik, Medizin und der Produktherstellung benutzt und ausgenutzt. Jeden Tag haben wir direkt oder indirekt mit Tieren zu tun. Ob nun im Supermarktregal als Wurst verarbeitet oder im Streichelzoo. Täglich beuten wir Tiere aus und nutzen sie für unsere egoistischen Zwecke. Im zweiten Teil dieses Buches werden die Bereiche Forschung, Kleidung, Unterhaltung und die Ernährung thematisiert.

Forschung

Seit so vielen Jahren wird bereits an Tieren herumexperimentiert, ihnen Make-Up in die Augen geschmiert oder ihren etwas injiziert, um die Reaktion zu beobachten. Aber heute haben sich die Zeiten zum Glück verändert. Vor 40 Jahren gab es die moderne heutige Technik noch nicht. Heute sieht die Lage schon ganz anders aus. Denn wir wissen jetzt, dass sich Forschungen auch ohne Tierversuche durchführen lassen und Produkte ohne Tierleid hergestellt werden können. Gerade die Medizinbranche hat sich so schnell weiterentwickelt, dass uns jetzt unglaubliche Methoden und Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Wir müssen sie nur nutzen.

In diesem Kapitel gehen die Autoren zudem auf die Geschichte der Forschung mit Tierversuchen ein und erklären den Beginn der Anti-Vivisektions-Bewegung. Wir sehen die Entwicklung der Forschung und dass Tierversuche absolut veraltet sind. Es gibt bereits zahlreiche Methoden der erfolgreichen Forschung durch Computersimulationen, In-vitro-Technologie, freiwilligen Probanden und vielem mehr.

Am Ende gibt es einen Ausblick auf eine tierleidfreie Forschung und, wie wir verhindern können, dass Tiere zugunsten des Menschen gequält und ausgebeutet werden.

Kleidung

Seit Anbeginn der Zeit verwenden Menschen Tierhäute und –felle um sich damit zu bedecken. Das begann bereits mit den Neandertalern und zieht sich bis heute. Wahrscheinlich ist diese Praktik der Bekleidung seit über 100.000 Jahren auf der Welt bekannt. Was ist der Unterschied von heute zu damals? Damals hatten die Bewohner der Erde keine anderweitigen Ressourcen zu Verfügung. Sie häuteten die Tiere, um selbst zu überleben, da ihnen kein Fell wuchs. Oder zumindest nicht so dichtes Fell. Heute haben wir Technologie entwickelt, die es uns ermöglichen, Tiere am Leben zu lassen. Wir sind nicht mehr auf ihre Felle und Häute angewiesen, da wir in warmen Häusern leben und pflanzliche Stoffe, wie Baumwolle als Kleidung benutzen.

Aber die Modeindustrie ist nach wie vor brutal und beutet wehrlose Tiere tagtäglich aus. Das umfasst Pelze von Nerzen, Füchsen oder Bibern und vielen anderen Tieren. Wir reden von Leder aus Hunden, Kühen, Schlangen oder Krokodilen. Schafe werden so herangezüchtet, dass sie enorm viel Wolle produzieren, viel mehr als sie natürlicherweise hätten. Die Wolle wird den Schafen auf brutalste Art und Weise vom Leib geschoren, bis sie blutig sind.

Die meisten Scherer werden nach der Anzahl an Schafen, die sie scheren, bezahlt. Wer vorsichtig arbeitet, arbeitet automatisch langsamer und verdient somit weniger. Deswegen ist die Schur meist ein mit Gewalt verbundener Prozess, vor dem die Schafe große Angst haben.
Hundeproduktion in CHina
Hundeproduktion in China

Wer eine schöne dicke und warme Decke oder Winterjacke hat, der unterstützt wahrscheinlich brutale Tierquälerei. Die Rede ist von Daunen. Das sind die weichen und wärmenden Federn von Vögeln, wie Gänsen oder Enten. Auch für die Herstellung von Seide werden Tiere getötet. Die Seidenraupen werden in ihrem Kokon bei lebendigem Leibe gekocht, um dann die Seide zu entnehmen.

Zum Glück hat sich auch hier die Kleiderbranche weiterentwickelt und zeigt, welche tierleidfreie Kleidung wir tragen und herstellen können. Auch hier gehen die Autoren Newkirk und Stone auf die Möglichkeiten ein, die sich uns bieten und zeigen, was wir aktiv tun können, um tierische Kleidung in Zukunft zu vermeiden.

Unterhaltung

Auch die Unterhaltungsindustrie hat sich zum Glück weiterentwickelt. Früher gingen wir in den Zoo, um unseren Kindern exotische Tiere zu zeigen, die man sonst nicht sehen konnte, weil es schlichtweg keine andere Möglichkeit gab. Heutzutage ist das aber anders. Zoo, Aquapark und Zirkus existieren noch immer und beuten tagtäglich Tiere aus. Mittlerweile können wir in sekundenschnelle per Klick Tiere beim Spielen beobachten, eine virtuelle Safari machen oder in Handyspielen mit ihnen interagieren. Dafür muss kein einziges Tier leiden. Leider ist das aber nur Wunschdenken.

Aber auch für Film und Fernsehen werden Tiere gequält, dressiert und zu ihren Taten gezwungen. Tierleidfreie Unterhaltung wären beispielsweise künstliche Tiere in Zoos, tierfreier Zirkus mit Menschen, wie der Cirque du Soleil oder virtuelle Tiere. Am Ende erfahren wir wieder, was wir tun können, um die Ausbeutung der Tiere zu unserer Unterhaltung stoppen können.

Ernährung

Der letzte und größte Bereich dieses Buches umfasst die Ernährung. Jeden Tag entscheiden wir uns mehrmals etwas zu Essen. Und darin liegt unsere größte Macht. Wir als Konsumenten entscheiden, was auf unserem Teller landet, was gekauft wird und worin die Nachfrage besteht.

Die Autoren gehen auf die Geschichte der Fleischindustrie ein, zeigen den Beginn von Tierschutzbewegungen und gehen dann im Anschluss auf das Essen ohne Tiere ein.

Im Bereich der Ernährung haben wir mittlerweile enorme Fortschritte gemacht. Denn anders als vor 50 Jahren ist uns heute bewusst, dass tierische Lebensmittel und allem voran Fleisch, ungesund sind und dazu beitragen, dass wir auf Dauer krank werden. Wir wissen um die schädlichen Auswirkungen auf unsere Umwelt und können mit unserem Konsumverhalten eingreifen. Jeden Tag kommen gefühlt neue pflanzliche Produkte auf den Markt und die Regale trotzen nur so vor Soja-, Mandel-, Hafer- oder Kokosdrinks. Es gibt zahlreiche Fleisch Alternativen und auch Käse und Eier können ersetzt werden.

Wir müssen schon lange kleine Tiere mehr töten, um satt zu werden. Eine ausgewogene und pflanzliche Ernährung ist alles, was wir für ein gesundes Leben brauchen.

Man stelle sich eine Welt vor, in der kein einziges Tier mehr misshandelt wird - welch eine schöne neue Welt!

Fazit

Zusammenfassend kann man also sagen, dass dieses Buch uns die wunderbare und spannende Tierwelt auf der einen Seite näherbringt und andererseits zeigt, wie brutal und unbarmherzig der Mensch diese Welt nach und nach zerstört und die Tiere ausbeutet, quält und tötet.

Wir legen allen dieses Buch ans Herz, die Aufklärungsarbeit betreiben wollen, denen Tierwohl auf der Welt wichtig ist und die sich für ein tierleidfreies Leben einsetzen.

Wer nicht länger warten kann, kann sich das Buch hier direkt bestellen.

Sylwia

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