Über Plastik, die Umwelt und Dich

„I seek an eternity for everything“

1,6 Millionen Quadratkilometer fasst der pazifische Müllstrudel.

Mindestens 5 Weitere Müllstrudel gibt es weltweit. 8,3 Milliarden Tonnen produzierter Kunststoff seit 1850. 2016: 11,7 Millionen Tonnen Plastikverbrauch allein in Deutschland – Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit der Sieger.

hermes-rivera-265412-unsplashKennt ihr das? Man hört Zahlen und kennt Fakten, doch das Problem gleitet irgendwie nur vorbei. Das Wissen darum führt schließlich zu nichts. Untragbare Zustände, die für die meisten das bleiben, was sie sind – unvorstellbar. Im Endeffekt scheint es, als würde das bloße Vorführen von Fakten weniger einen Denkprozess, sonder vielmehr Resignation anregen.

1,6 Millionen Quadratkilometer sind zugegebenermaßen aber auch eine schwer vorzustellende Masse – an Müll.


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Malen nach Zahlen

Was also tun? Womit aufrütteln, womit wach machen?

Was tatsächlich Aufmerksamkeit erregen kann sind Aktionen, die einfach direkt auf das Problem vor Ort aufmerksam machen. Statt unvorstellbarer Zahlen, demonstrative Bilder, die sich einprägen. Statt weltweiter Fakten direkte, offensichtliche schaffen. Mir selbst hat sich ein Flashmob eingeprägt. Die Einkaufenden haben nach ihrem Besuch in einem Supermarkt alle unnötigen Plastikverpackungen, selbstverständlich erst nach dem bezahlen der Ware, sorgfältig in Einkaufswagen sortiert und im Laden selbst gelassen. Damit wollten sie darauf aufmerksam machen, wie viel Ware unnötigerweise in Plastik verpackt wird. Ein klares Bild, gemalt nach den unmöglich vorstellbaren Zahlen der Verpackungsindustrie.


Un|ver|packt
Wortart: ℹ Adjektiv
Bedeutungsübersicht: ℹ nicht verpackt 

Von Brot über Gemüse bis hin zu Tofu und Nüssen. Kaum etwas findet man heute in Papier oder gar gänzlich unverpackt in den Supermärkten. Vereinzelte „unverpackt“ Läden, beispielsweise in Berlin oder Münster zeigen, dass es auch anders geht. Zugegeben, es bedarf einiger Umstellung, seine eigenen Behältnisse mitzubringen, sich um das Abfüllen zu kümmern, genau wissen wie viel man wovon kaufen möchte. Doch das ist der Reise wert. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es wesentlich einfacher fällt das eigene Kaufverhalten umzustellen, als man zunächst denkt.

Original-Unverpackt-002Allerdings hat nicht jeder einen solchen Laden bei sich um die Ecke.
Was also tun?

Auch Veränderung im Kleinen zieht. Drei Tomaten bekommt man auch ohne Plastiktütchen nach Hause, dafür muss man gar nicht so viel umstellen. Einfach das Tütchen weg lassen. Biomärkte zeigen, dass auch Papiertüten sich hervorragend eignen Gemüse zu transportieren. Auch das ist nicht schwer.

Was allerdings schwer zu tragen ist: Die derzeitige Dimension des sogenannten Plastik-Strudels inmitten des pazifischen Ozeans. Mittlerweile soll der nämlich eine unvorstellbare Größe von Deutschland x vier haben. 1,6 Millionen Quadratkilometer. Da wundert es nicht, dass Wale sterben, weil sie ausschließlich Plastikmüll im Magen haben, Haie und Delfine sich in herumwabernden Netzen verfangen und Strände voller Müll liegen.

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Dabei sind unsere Ozeane wahre Wunder und weitestgehend unerforscht. Wir zerstören, was wir noch gar nicht kennen und so wohl auch niemals kennenlernen werden.

Plastik werden wir nunmal nicht mehr wirklich los. Es zerstetzt sich zwar, allerdings nur in wieder kleinste Partikelchen, in umweltschädliches Mikroplastik. Und selbst dieser Prozess benötigt, für beispielsweise im Meer wabernde Plastikprodukte, zwischen 10 und 600 Jahren!

Was wir allerdings los werden können, sind alte, schlechte Angewohnheiten. Statt darauf zu warten, dass irgendjemand eine Lösung des Problems findet, die Queen nach und nach Plastikprodukte verbannt oder Forscher aus Versehen Plastik eventuell zersetzende Enzyme entdecken, könnten wir uns selbst fragen, was wir tun können. Und abgesehen von Aktionen, die alle aufrütteln sollen, kann man auch ganz klamm heimlich bei sich selbst anfangen. Wir müssen uns endlich eingestehen, dass Nachts halt keine kleinen Wichtel kommen und den Dreck weg machen, den wir angerichtet haben.

Also: Selbst aktiv werden und ganz einfach einige Dinge befolgen, die eigentlich selbstverständlich sein sollen, es aber irgendwie doch (noch) nicht sind.


Hier findest du 5 einfache, die Welt verbessernde, Plastik minimierende, das Gewissen erleichternde Wundermittel, die du ganz allein und ohne Aufwand zu Haus umsetzen kannst!

About Marie Guske

Zur Zeit studiere ich Angewandte Literatur und Kulturwissenschaften im Master. Hauptsächlich, weil ich Bücher liebe. Das ist auch einer der Gründe, warum ich hier bin. Ein anderer ist, dass die Idee hinter dem Verlag vollständig meiner Überzeugung entspricht und ich gerne Dinge unterstütze, die meiner Überzeugung entsprechen. Zwischen Uni und Verlag sorge ich gerne immer mal wieder dafür, auf anderen Teilen der Welt herum zu spazieren.

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